Donnerstag, 5. Dezember 2013

An Old Potter



Mein dritter koreanischer Film hier 'An Old Potter' auch 'The Old Jar Craftsman' (koreanisch: 독짓는늙은이 von 1969. Regisseur ist Choi Ha-Won, der Film basiert auf einem Roman von Hwang Soon-won. 'Literature movies' waren in den 1960ern in Südkorea sehr beliebt. 



1969 war Südkorea noch stark vom Krieg gezeichnet, der Film entführt in eine unendlich traurige Geschichte. Ein alter Töpfer findet eine halberfrorene junge Frau im Schnee, bringt sie nach Hause und rettet sie vor dem Erfrieren. Die Frau bleibt bei dem Töpfer und heiratet ihn, sie bekommen einen Sohn. Nach einigen glücklichen Jahren taucht der Ex-Freund der Frau auf, wird von dem ahnungslosen Töpfer als Gehilfe eingestellt, binnen kurzem verschwindet seine Frau mit dem jungen Mann. Der alte Mann versucht mit seinem Sohn den Betrieb weiter zu führen, muß aber erkennen, daß ihn selbst seine eigenen Hände in Stich lassen. Er spielt seinem Sohn den eigenen Tod vor, damit dieser unbelastet zu Pflegeeltern gehen kann und stürzt sich dann in den aufgeheizten Brennofen. Nach vielen Jahren kommt der Sohn wieder in die Gegend, sucht und findet seine Mutter, diese stirbt in seinen Armen. 

Der Film erzählt in einfachen, aber starken Bildern, bleibt jede Erklärung schuldig und glänzt durch großartige schauspielerische Leistungen. 



Sonntag, 1. Dezember 2013

Seoul Tower

Der Seoul Tower ist ein typischer Fernsehturm, nicht weit von meiner Wohnung am Berg Namsan und 236,7 Meter hoch. Bei herrlichem Wetter heut auch für viele Bewohner von Seoul ein typischer Sonntagsausflug. 

Schon beim Anstieg zum Berg begeistern mich wieder die Schirmföhren, nicht so alt wie in der Klausen aber doch hübsch.


durch die Bäume ist er schon sichtbar


je höher umso atemberaubender die Aussicht auf die Stadt

ganz oben ist - no na - ein Restaurant


von ganz oben

der Fluß ist der Hangang

Love Locks - koreanische Variante als Bäume

Love Locks - bunt und einfallsreich

Samstag, 30. November 2013

Iksean Dong and Jogyesa Temple

Da vegetarisches Essen hier ein ziemliche Problem darstellt, hatte mir ein Kollege geraten, versuchs rund um einen Buddhistischen Tempel, da gibts immer vegetarische Kost. Gut - also auf zum Jogyesa Temple, gelegen in Insa Dong, nur fünf U-Bahn Stationen vom meinem Apartment entfernt. 

Den Tempel hab ich vorerst nicht gefunden, bei der Suche allerdings ein sehr nettes altes Wohnviertel entdeckt, das Ikseon Dong, ferne ab von allen touristischen Routen. 



typisches Eingangtor in dem Viertel




Darin auch ein vegetarisches 'Restaurant', nur eine Speise wird angeboten - Gemüsesuppe mit Nudeln - und genau vier Tische. Aber Nudeln frisch geschnitten, Gemüse frisch, alles schön scharf und Kimchi dazu. Sehr gut und wohlfeil! 


Suche nach dem Tempel weiter erfolglos - die Koreaner schicken mich hemmungslos und freundlich in eine falsche Richtung, bevor sie zugeben nicht zu wissen, wohin ich will. Nicht gerade hilfreich. Dabei ein sehr nettes Teehaus gefunden, das erste Mal hier in Korea betrete ich einen Ort der Ruhe. Grüner Tee und Reiskuchen mit Honig und wunderschöne koreanische Flötenmusik. Ich genieße das recht lange, lese und trinke köstlichen Tee. 

Tteuran Teahouse, der koreanische Name bedeutet 'Innerer Garten'


Die Besitzerin des Teehauses zeichnet mir einen Plan zum Tempel auf, damit finde ich ihn endlich. 

Jogyesa Temple


Erinnerungsphoto


koreanische Lampions

koreanischer 'Bandelkramer'



Freitag, 29. November 2013

The Good, The Bad, The Weird

Koreanische Filme kann ich mit meinem österreichischen Laptop (der ein eingebautes DVD Laufwerk hat) nicht abspielen, Regional Code seis gedankt! Mein erster hier in Korea gekaufter DVD Player blieb dazu noch in der Mitte eines Filmes stecken. Die Extraktion der DVD war nur durch Zerstörung des widerspenstigen Players möglich. Also Start meines Home Cinema nach Neuerwerb eines Players mit Verspätung.

'The Good, The Bad, The Weird' - ein comic-hafter Actionfilm zelebriert die unglaublichen Jagd nach dem Schatz. Schauplatz ist die Mandschurei, dort reduzieren sich gegenseitig die japanische Armee, koreanische Nationalisten, die Ghost Market Gang und verschiedene schwer zuordenbare schießwütige Vereinigungen. Die Schatzkarte, zufällig bei einem Zug-Überfall von einem einsamen Banditen erbeutet, katapultiert diesen in eine atemberaubende Verfolgungsjagd. Am Schluß ein grandioses duel-à-trois. Der koreanische Regisseur Ji-woon Kim bezeichnet den Film als 'An Oriental Western'. 


Nachdem heute endlich Geld auf meinem Konto gelandet ist, hab ich mir zwei Hemden geleistet und der Jahreszeit entsprechend - eine Flasche Beaujolais Nouveau.

langsam will ich von den weißen Hemden wegkommen

Mittwoch, 27. November 2013

Korean Barbecue

Viel Fleisch - ich bekomme Gemüsesuppe mit Reis

Das Fleisch wird mit einer Schere zerschnitten



Das wichtigste Getränk - Soju

Samstag, 23. November 2013

going to the movies

Projekt erster Kino-Besuch in Seoul - also Film war schon klar 'The Hunger Games - Catching Fire', am Donnerstag angelaufen. Karten werden hier hauptsächlich online bestellt, sind also dementsprechend rar kurz vor Filmbeginn. Also hab ich mir für den Karten-Erwerb eine Strategie überlegt: schon mittags in ein Kino, Karte am Schalter kaufen und dann die Zeit bis zum Film mit Essen gehn, heraumlaufen und photografieren auszufüllen. Online Erwerb scheitert an den bisher nicht vorhandenen Sprachkenntnissen. So gleich ein Lotte Kino gefunden, nicht weit von mir, schnell per Metro zu erreichen.

Lotte ist hier ein multinationaler Mischkonzern im Bereich Nahrungsmittel und Petrochemie, überall findet man Lotte Markets oder Lotterias.

Kinokarte problemlos bekommen, bissl Englisch können so doch dort. Der Saal war aber schon über die Hälfte gefüllt. 

Meine erste koreanische Kino-Karte.

Nach dem Essen herumgelaufen, das Kino liegt in Myeong-dong, nicht weit vom Namdaemun Market, gleich neben einem Lotte Department Store, Lotte Avenuel und Lotte Young Plaza. 

Lotte Avenuel ist ein großer, eleganter Store mit allen Top-Marken der Welt. Finde es viel besser, diese internationalen Angebote in einem oder mehreren Hochhäusern unterzubringen, als wie zum Beispiel in Wien die ganze Innenstadt damit zu einem sterilen Hochpreis-Quartier zu machen.    
Verbindung zwischen Lotte Young Plaza und Lotte Avenuel.


Das 'Bank of Korea Museum' ist eins von den wenigen klassischen Kolonialbauten Seouls. Das Gebäude wurde von 1907 bis 1912 unter der japanischer Kolonialherrschaft erbaut. Nach der Unabhängigkeit nutzte die Bank of Korea das Gebäude und eröffnete es 2001 als ein Museum.
Seoul Central Post Office, ein 21 Stock hohes Regierungsgebäude, fertiggestellt 2007.


Einer der vielen Zustell-Fahrer, zu beachten: die Handwärmer, das Cockpit mit Sonnenschutz für Cellphone und GPS und den Mundschutz.





Das Schöne, wenn man an einem Samstag um 20:30 Uhr aus dem Kino kommt, man kann hier überall noch in Ruhe einkaufen!

Sonntag, 17. November 2013

nearby surroundings

Abendlicher Spaziergang, die kleinen Gassen links und rechts meines Weges zur Metro wollte ich schon lange erkunden. Teilweise schöne Architektur, teilweise unspektakuläre Wohnungen, sogar eine Botschaft hat sich hierher verirrt, die der Republic of Belarus (Weißrussland).

Das ist das Haus, in dem ich wohne, meine Etage ist die mit der Ballustrade unter dem Balkon. Bogen ganz links mein Hauseingang, Bogen ganz rechts Garage, da hab ich sogar einen Stellplatz.









Da unten ist die Hauptstraße und auch gleich die Metro Haltestelle.