Donnerstag, 19. Dezember 2013

Container arrived

Mein Übersiedlungsgut war jetzt neun Wochen per Schiff unterwegs. Heute vormittag hab ich es übernommen, alles perfekt verpackt und keine Schäden oder Verluste zu beklagen. Wurde von der Speditions-Firma hier direkt in die Wohnung geliefert und alles ganz vorsichtig ausgepackt. Das Verpackungsmaterial hat die Firma komplett mitgenommen, also keine Probleme mit der Entsorgung.

Verpackung am 21. Oktober in der Hinterbrühl
mehr wirds nicht, alles im LKW
Ankunft meiner Sachen vor der Wohnung
mein Fahrrad wird entladen
ganz wichtige Frage: was nehme ich zum Lesen mit ...
und noch in paar Taschenbücher
Jetzt muß ich noch alles verstauen und Bilder aufhängen ...


Sonntag, 15. Dezember 2013

Daehan Cinema

Herrliches Wetter, kalt aber sonnig. Mein Hausherr hatte mir zwei Kino-Freikarten für das Daehan Cinema geschenkt, gültig im Dezember. Eine Karte hab ich einem Kollegen gegeben, die verbleibende wollte ich am letzten mir heuer in Seoul verbleibenden Dezember-Wochenende verwenden. Also gleich mittags Richtung Kino losgezogen, nur ein 20er Objektiv mitgenommen. 

noch einmal das Haus in dem ich wohne
bei meiner Metro-Station Beotigogae, das elegant geschwungen Dach gegenüber ist Ausgang 2
Station Beotigogae, die Höhenunterschiede zwischen den einzelnen Metro-Ebenen sind teilweise recht groß
in Jangchung Dong, nahe der Dongguk Univerity
Prespyterianische Kirche in Jangchung Dong
Daehan Cinema, da hab ich mir 'The Hobbit - The Desolation of Smaug' angesehen, bei dem Titel ist der Film eigentlich eine glatte Themenverfehlung

Samstag, 14. Dezember 2013

Bukchon

Mehr zufällig in einem interessanten Viertel gelandet, in Bukchon. Wollte eigentlich ganz wo anders hin, hab mich verirrt das aber nicht bereut. Bukchon ist ein ganz altes Wohnviertel, in dem noch viele traditionelle koreanische Häuser erhalten sind und wo der traditionelle Baustil bis heute gepflegt und gelehrt wird. Sehr kalt übrigens ...










nicht so traditionell koreanisch ... Universität oder Museum, krieg ich noch raus



schöne Dächerlandschaft


Orientierung schlußendlich doch gefunden und wieder einmal im Tteuran Teehaus gelandet ... Reiskuchen, grüner Tee und Gustav Meyrink lesen

Freitag, 13. Dezember 2013

Kim Kee-duk

Meine weiteren Annäherungen an die südkoreanische Filmgeschichte:


Nicht zu verwechseln, aber oft gleich geschrieben wie Kim Ki-duk (geboren 1960) ist Kim Kee-duk 1934 geboren. In den 60er Jahren, den korianischen Nachkriegs-Jahren war er einer der bedeutendsten jungen Regisseure des südkoreanischen Kinos. Bis zu seinem Rückzug 1977 vor allem im Fach Melodramatik sehr erfolgreich, hat er in 16 Jahren 66 Filme herausgebracht. Seitdem arbeitet er als Professor und Dekan am 'Seoul Institute of the Arts' und als Experte und Juror in der südkoreanischen Film-Industrie. 



'Five Marines', Kim Kee-duk's Erstling zusammen mit Kim Hwarang. Für diesen Film erhielt Kim einen 'Best New Director Award' beim 'Grand Bell Award' 1962. Der Streifen spielt im Korea-Krieg, erzählt die Schicksale von fünf Marines mit Rückblenden zu deren persönlichen Situationen, wie sie in den Krieg gezogen sind. Berührend die Szenen, in denen Eltern oder Partner kleine aber bedeutsame Kostbarkeiten dem scheidendenden Sohn oder Freund mitgeben. Nur einer der fünf überlebt.



'The Barefooted Young', Beispiel für den 'Adolescent Film', ein beliebtes südkoreanisches Genre in den 1960ern. Ein kleiner Gangster mit guten kriminellen Aufstiegs-Chancen verliebt sich vollkommen unpassend in eine wohlbehütete Diplomaten-Tochter. Er gerät damit in Konflikt sowohl mit seinem ihn fördernden Boß als auch mit der sorgenden Mutter des Mädchens. Das verliebte Paar sieht als Ausweg nur den gemeinsamen Selbstmord.



'North and South', auch dieser Film spielt im Korea-Krieg. Ein nordkoreanischer Major läuft über, es stellt sich heraus, er sucht eine Frau in Südkorea, die ihm versprochen hatte auf ihn zu warten und mit der er einen Sohn hat. Der südkoreanische Offizier, der ihn aufgreift, ist mittlerweilen der Mann dieser Frau. Seine Kameraden machen ihn betrunken um dem Major seine ehemalige Freundin vorzustellen und von ihm damit nordkoreanische Angriffspläne zu erpressen. Die unerfreuliche Situation im streng militärischen Milieu eskaliert zu geradezu Shakespeare-esken Theater-Szenen, die im 'selbstlosen' Selbstmord des nordkoreanischen Majors gipfeln. Die Sympathie des Regisseurs liegt hier eindeutig beim feindlichen Major. 


'Horse-Year Bride', in der selben Zeit wie die theatralischen und melodramatischen Filme Kim's erschienen, markiert dieser Film einen Wendepunkt zu slapstick und 'B-Sex Comedy'. 'Frauen die in Jahre des Pferdes geboren sind, habe ein rauhes Schicksal' ist ein wohlbekanntes Sprichwort, aus eigener Erfahrung den drei Protagonistinnen des Film wohl vertraut, welche alle im Zeichen des Pferdes geboren sind. Um eventuellen Töchtern dieses Schicksal zu ersparen, verweigern sie ein Jahr lang Sex. Das Ende beweist eine männlich dominierte Gesellschaft - alle drei Frauen bringen Kinder in diesem Jahr zur Welt. Der Film ist der zweite einer dreiteiligen 'Horse-Year' Serie, die zum 'White-Horse-Year' - das nur alle 60 Jahre auftritt - herausgebracht wurde und kommerziell sehr erfolreich war.



Samstag, 7. Dezember 2013

further impressions from Insa Dong and Iksean Dong

Gleicher Ausflug wie vorigen Samstag, wieder gute Nudelsuppe und Tteuran Teehaus. Diesmal aber mit Einkaufen von Mitbringseln für Weihnachten verbunden, diese Gegend ist perfekt um koreanisches Kunsthandwerk, Kleidung, Antiquitäten und Kitsch zu erwerben. 

hübsche Fabelwesen-Mischung

in den Seitengassen viele kleine Restaurants


der sitzt beim Jogyesa Temple

geschmackvoll modernisierter traditioneller Stil



viele Pinsel und es gibt auffällig viele solche Geschäfte

unglaublich schöne Papiere


alte chinesische und koeranische Bücher

Rahmenhandlung - unübersehbar



Donnerstag, 5. Dezember 2013

An Old Potter



Mein dritter koreanischer Film hier 'An Old Potter' auch 'The Old Jar Craftsman' (koreanisch: 독짓는늙은이 von 1969. Regisseur ist Choi Ha-Won, der Film basiert auf einem Roman von Hwang Soon-won. 'Literature movies' waren in den 1960ern in Südkorea sehr beliebt. 



1969 war Südkorea noch stark vom Krieg gezeichnet, der Film entführt in eine unendlich traurige Geschichte. Ein alter Töpfer findet eine halberfrorene junge Frau im Schnee, bringt sie nach Hause und rettet sie vor dem Erfrieren. Die Frau bleibt bei dem Töpfer und heiratet ihn, sie bekommen einen Sohn. Nach einigen glücklichen Jahren taucht der Ex-Freund der Frau auf, wird von dem ahnungslosen Töpfer als Gehilfe eingestellt, binnen kurzem verschwindet seine Frau mit dem jungen Mann. Der alte Mann versucht mit seinem Sohn den Betrieb weiter zu führen, muß aber erkennen, daß ihn selbst seine eigenen Hände in Stich lassen. Er spielt seinem Sohn den eigenen Tod vor, damit dieser unbelastet zu Pflegeeltern gehen kann und stürzt sich dann in den aufgeheizten Brennofen. Nach vielen Jahren kommt der Sohn wieder in die Gegend, sucht und findet seine Mutter, diese stirbt in seinen Armen. 

Der Film erzählt in einfachen, aber starken Bildern, bleibt jede Erklärung schuldig und glänzt durch großartige schauspielerische Leistungen. 



Sonntag, 1. Dezember 2013

Seoul Tower

Der Seoul Tower ist ein typischer Fernsehturm, nicht weit von meiner Wohnung am Berg Namsan und 236,7 Meter hoch. Bei herrlichem Wetter heut auch für viele Bewohner von Seoul ein typischer Sonntagsausflug. 

Schon beim Anstieg zum Berg begeistern mich wieder die Schirmföhren, nicht so alt wie in der Klausen aber doch hübsch.


durch die Bäume ist er schon sichtbar


je höher umso atemberaubender die Aussicht auf die Stadt

ganz oben ist - no na - ein Restaurant


von ganz oben

der Fluß ist der Hangang

Love Locks - koreanische Variante als Bäume

Love Locks - bunt und einfallsreich